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 HÄNDE WEG VOM FANLADEN 
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Beitrag HÄNDE WEG VOM FANLADEN
das Präsidium des Fc St. Pauli hat geschrieben:
Das Präsidium des FC St. Pauli nimmt im folgenden Stellung zu den jüngsten Ereignissen.

Das Präsidium des FC St. Pauli ist sich bewusst und begrüßt es ausdrücklich, dass die zahlreichen Fangruppen unseres Vereins sich aktiv und kritisch mit fußball- und fanrelevanten Entwicklungen auseinandersetzen und dieses – wo auch immer – zum Ausdruck bringen. Eine Verweigerung der Unterstützung, sei es durch Fernbleiben oder durch Stillschweigen, also ein Boykott in diesem Sinne, ist ein für Mannschaft und Verein zwar nicht wünschenswertes, aber durchaus legitimes Mittel.

Die Vorfälle vor dem Beginn und bis wenige Minuten nach Spielbeginn in der Promenade der Südtribüne beim Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock waren jedoch kein Boykott im obigen Sinne, sondern ein erzwungener Boykott, der für diejenigen, die ihre Plätze einnehmen wollten und daran gehindert wurden, den Straftatbestand der Nötigung erfüllt und zudem einen eindeutigen Verstoß gegen unsere Stadionordnung darstellt. Hierzu liegen uns unzählige Berichte und Beschwerden vor.

Das Präsidium des FC St. Pauli verurteilt das Verhalten der Beteiligten und jede Art von Gewalt und jede damit einhergehende Beschimpfung, egal von welcher Seite, aufs Schärfste. Wir erkennen aber auch an, dass in den uns bekannten Stellungnahmen der beteiligten Fangruppen und des Fanladens diese Aktion auch selbstkritisch reflektiert wird. Aufgrund dieser Stellungnahmen, aber auch um in dieser für unseren Club sportlich so wichtigen Phase, die durch die Aktion gerissenen Gräben nicht weiter zu vertiefen, verzichtet das Präsidium sowohl auf die Erstattung von Strafanzeigen als auch auf die Erteilung von Stadionverboten.

Aber dieser gravierende und in unserer Vereinsgeschichte einmalige Vorfall kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wie es auch in der Stellungnahme der Fangruppe Ultrà Sankt Pauli (USP) anklingt, kann und darf es auch in Zukunft keine Trennung in „gute“ und „schlechte“ Fans des FC St. Pauli geben. Deshalb kann es auch keinerlei dauerhafte Sonderrechte mehr für einzelne Fangruppen geben. Alle diesbezüglichen, langfristigen Absprachen, insbesondere den Stehplatzbereich der Südtribüne betreffend, sind mit sofortiger Wirkung gegenstands- und wirkungslos. Jegliches Sonderrecht für jede Fangruppe bedarf ab sofort spieltagsbezogen der Zustimmung des Vereins. Nach Saisonende wird das Präsidium über die Vergabe von Dauerkarten für die Stehplatzbereiche entscheiden. Die bereits ausgegebenen Berechtigungsscheine auf einen Stehplatz behalten aber ihre Gültigkeit.

Das Millerntor-Stadion und der FC St. Pauli stehen für friedliches Miteinander, gegenseitigen Respekt und Toleranz der Fans verschiedenen Alters, Geschlechts, sozialer Herkunft und sexueller Orientierung. Diese Grundwerte sind beim Spiel gegen den FC Hansa Rostock nicht nur von den „Blockierern“ schwer beschädigt worden. Die entstandenen Gräben wieder zuzuschütten, aufeinander zuzugehen und angstfrei ein Fußballspiel am Millerntor erleben zu können, das ist und sollte vornehmste Aufgabe nicht nur der Vereinsverantwortlichen, sondern insbesondere auch unserer einmaligen Fans sein.


Tja und gestern dann die - inzwischen als "Kommunikationsfehler" deklarierte Meldung des Präsidiums - die Kartenkontigente des Fanladens einstampfen zu wollen. was kommt als nächstes? fanräume, der Ticker, turniere der Fanszene und des Fanladens?
eine generell sehr schwammige erklärung die doch zeigt oder erahnen läßt wie rauh der wind noch werden kann.


Donnerstag 15. April 2010, 10:15
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Beitrag Re: HÄNDE WEG VOM FANLADEN
wuschel hat geschrieben:
das Präsidium des Fc St. Pauli hat geschrieben:
...


Tja und gestern dann die - inzwischen als "Kommunikationsfehler" deklarierte Meldung des Präsidiums - die Kartenkontigente des Fanladens einstampfen zu wollen. was kommt als nächstes? fanräume, der Ticker, turniere der Fanszene und des Fanladens?
eine generell sehr schwammige erklärung die doch zeigt oder erahnen läßt wie rauh der wind noch werden kann.


Also, ich empfinde die Stellungnahme des Vereins als weitaus besser als die Stellungnahme der USP. Ich habe mir vor ca. 1 - 2 Wochen die USP - Stellungnahme durchgelesen und sie war voller Widersprüche und kam mir so vor, wie kleine Kinder manchmal brüllen: "Der Peter ist viel schlimmer, der hat ..."

Das mit den Fanladenkontingenten habe ich von Anfang an nicht geglaubt und bin mir auch sicher, dass es einfach die Dusseligkeit irgendeines Vereinsvertreters war.

Aus der Stellungnahme des Vereins lese ich, dass erstmal Ruhe im Dorf sein soll und Maßnahmen etc. später kommen. Hängt dann auch wohl von der weiteren Entwicklung und dem Verhalten aller Beteiligten ab.


Donnerstag 15. April 2010, 22:27
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Beitrag Re: HÄNDE WEG VOM FANLADEN
Zitat:
Aber dieser gravierende und in unserer Vereinsgeschichte einmalige Vorfall kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wie es auch in der Stellungnahme der Fangruppe Ultrà Sankt Pauli (USP) anklingt, kann und darf es auch in Zukunft keine Trennung in „gute“ und „schlechte“ Fans des FC St. Pauli geben. Deshalb kann es auch keinerlei dauerhafte Sonderrechte mehr für einzelne Fangruppen geben. Alle diesbezüglichen, langfristigen Absprachen, insbesondere den Stehplatzbereich der Südtribüne betreffend, sind mit sofortiger Wirkung gegenstands- und wirkungslos. Jegliches Sonderrecht für jede Fangruppe bedarf ab sofort spieltagsbezogen der Zustimmung des Vereins. Nach Saisonende wird das Präsidium über die Vergabe von Dauerkarten für die Stehplatzbereiche entscheiden. Die bereits ausgegebenen Berechtigungsscheine auf einen Stehplatz behalten aber ihre Gültigkeit.
Hmmm, als im dezember/november? dieser Mopo-artikel rauskam, in dem littmann erstmalig davon sprach nach fehlverhalten in risikospielen gästefans am liebsten draußen lassen zu wollen und ich das anmahnte wurde ich als "nicht objektiv" und "immer gegen Littmann" ausgewiesen, ich war für viele der große schwarzseher - das ergebnis kennen wir. klar, der vorstand bzw. das präsidium dieses vereins besteht nicht nur aus C.L. - doch er ist der chef und hat als solcher das letzte wort - und das mit der "Dusseligkeit", ach dosi das gabs in zukunft einfach einmal zu oft.
) "Kalte Muschi"
) Millerntaler
) bis heute fehlt von seiten des präsidiums eine stellungnahme zu den angriffen auf das jolly und den fanladen seitens der polizei
) die Abendblatt winkehände beim Pokal - halbfinale
) der abriß der süd

so und nun mal zu den sonderrechten. was heißt das konkret, und was könnte man denn daraus lesen? was ist mit den karten für block 1? werden die teurer, was ist mit fanutensilien wie choreos, fahnen, trommeln, megaphone, usw.? müssen die dann jedes mal neu angemeldet werden? dürfen USP und der Fanladen ihre verkausräumchen in der süd, bzw. den container in der nord, behalten?
und was bedeutet das mit der liste und der gültigkeit der bereits ausgegebenen berechtigungsscheine? ab 2011/12 wieder vorkaufsrecht - und wenn ja für wen?

Zitat:
Das Millerntor-Stadion und der FC St. Pauli stehen für friedliches Miteinander, gegenseitigen Respekt und Toleranz der Fans verschiedenen Alters, Geschlechts, sozialer Herkunft und sexueller Orientierung. Diese Grundwerte sind beim Spiel gegen den FC Hansa Rostock nicht nur von den „Blockierern“ schwer beschädigt worden. Die entstandenen Gräben wieder zuzuschütten, aufeinander zuzugehen und angstfrei ein Fußballspiel am Millerntor erleben zu können, das ist und sollte vornehmste Aufgabe nicht nur der Vereinsverantwortlichen, sondern insbesondere auch unserer einmaligen Fans sein.

so aber wo sind denn stellungnahmen derer die uns als "Nigger", "Vergewaltiger" - und hier hört es echt auf, eine blockade mit einem sexullen missbrauch gleichzusetzen ist das allerletzte!, "Nazis", usw. beschipft haben, davon war kein wort der entschuldigung zu lesen. auch zu den homophoben sprüchen kam bisher keine entschuldigung und du errinerst dich an unsere stadionordnung?

nein mein lieber, diese stellungnahme des präsidiums und der "Angriff" auf rechte des fanladens wird mit sicherheit nichts kitten.


Freitag 16. April 2010, 07:55
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